Presseaussendung

Vom Dialog zur Umsetzung – Stimmen aus ganz Österreich fordern mehr Klimaschutz im Alltag

Wien, am 27.10.2025 –  Nach zwei intensiven Jahren zieht die Zukunftsallianz, eine Initiative des Klimavolksbegehrens, gemeinsam mit dem Klimabündnis Österreich Bilanz. In rund 90 Workshops mit über 1.200 Teilnehmenden aus allen Bundesländern wurde deutlich: Klimaschutz beginnt in den Gemeinden – dort, wo Menschen ihr direktes Lebensumfeld aktiv gestalten wollen.

Ideen aus den Regionen für gelebten Klimaschutz

Von Amstetten bis Hittisau, von Linz bis Feldkirchen: Überall im Land entstanden konkrete Vorschläge, wie Klimaschutz vor Ort spürbar werden kann. Ziel der Workshops war es, die Bevölkerung in die Gestaltung der Zukunft anhand möglicher Klimaschutzmaßnahmen einzubinden und mit ihr gemeinsam herauszufinden, welche Initiativen in ihren Gemeinden gewünscht werden.

„Die Jahre 2024 und 2025 haben uns gezeigt, dass Beteiligung wirkt – wenn Menschen merken, dass ihre Ideen tatsächlich umgesetzt werden können“, betont Christian Kdolsky, Sprecher der Zukunftsallianz. „Besonders in den Gemeinden ist der Wunsch nach Partizipation groß, so kann gemeinsam mit den Bewohner:innen positive Veränderung für mehr Lebensqualität entstehen. Jetzt braucht es Orte, die mit gutem Vorbild vorangehen und diese Ansätze für mehr Klimaschutz tatsächlich verwirklichen sowie politische Rahmenbedingungen, die dabei unterstützen.

Stimmen aus den Bundesländern
In Niederösterreich, etwa im Maker Space Amstetten, kamen 25 engagierte Menschen zusammen – von Gemeinderät:innen bis zu Schüler:innen.

„Mein Highlight in diesem Jahr war der Workshop in Amstetten. Besonders beeindruckend war die bunte Mischung der Teilnehmenden, was für einen spannenden Austausch und eine tolle Dynamik gesorgt hat“, so die Workshopleiterin Michaela Aschenbrenner.

In Oberösterreich reichten die Schauplätze von kleinen Gemeinden wie Gallspach bis zu Städten wie Enns und Linz, wo Partner wie Bio Austria neue Ansätze für nachhaltige Landwirtschaft und Stadtgestaltung vorstellten. Ein starkes Beispiel für Kooperation kam aus Vorarlberg: In Hittisau entwickelten mehrere Gemeinden gemeinsame Ideen zur Wiederbelebung ihrer Dorfplätze.

Auch in Wien äußerten Schüler:innen den Wunsch nach mehr naturbelassenen Orten, Baumpflanzaktionen und gemeinschaftlichen Freiräumen. All diese Stimmen zeugen von einem breiten Bewusstsein für den Zusammenhang von Klima, Lebensqualität und Miteinander.

Klimawandelanpassung als neues Leitthema
Im Mittelpunkt der diesjährigen Workshops stand die Klimawandelanpassung. Die Ergebnisse zeigen: Die Bevölkerung will Maßnahmen, die den Alltag erleichtern – etwa belebte Ortskerne mit Nahversorgung für kurze Wege und mehr Miteinander, oder alltagstaugliche Rufbusse, die ein Zweitauto ersetzen und das Haushaltsbudget entlasten.

„Die Bevölkerung wünscht sich Klimawandelanpassung, die Lebensqualität und Wohlstand vor der Haustür schafft. Das sind zum Beispiel begrünte Ortsplätze, auf denen Begegnung stattfindet, Baumalleen, die auf kurzen Wegen zu Fuß zum Nahversorger Schatten spenden, oder der alltagstaugliche Ortsbus, der insbesondere junge und ältere Menschen mobil hält“, so Norbert Rainer, Klimabündnis Österreich Geschäftsführer.

Vom Zukunftsplan zur Umsetzungsphase
Die Workshop-Reihe startete 2024 mit über 60 Veranstaltungen in Gemeinden jeder Größe, in Vereinen, Pfarren oder Bildungseinrichtungen in ganz Österreich. Zentrum der Workshop-Reihe war die „Klima:Escape Box“, ein spielerisches Tool, das Klimawandel, gesellschaftliche Veränderungen und Zukunftsfragen erfahrbar macht. In offenen Dialogen, Rätseln und Diskussionen setzten sich die Teilnehmenden anschließend mit Herausforderungen und Lösungen auf Basis des vom Klimavolksbegehren 2024 entwickelten „Zukunftsplans der Bevölkerung“ auseinander. Dieser entstand aus den ersten 60 Workshops, über 800 Online-Beiträgen und den Rückmeldungen von mehr als 900 Personen aus ganz Österreich. Ziel der Workshops war es, die Bevölkerung in die Gestaltung der Zukunft anhand möglicher Klimaschutzmaßnahmen einzubinden und mit ihnen gemeinsam herauszufinden, welche Initiativen in ihren Gemeinden gewünscht werden. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser ersten Phase folgten 2025 weitere 28 Workshops, darunter drei Umsetzungsworkshops, in denen regionale Vertreter:innen, Gemeindeverantwortliche und junge Menschen gemeinsam über konkrete Umsetzungsschritte sprachen.

Wo gemeinsames Handeln wirkt
Die drei Umsetzungsworkshops in Amstetten, Ried in der Riedmark und Feldkirchen boten Raum, um Ideen aus den bisherigen Dialogen konkret weiterzuentwickeln. Der Fokus lag darauf, den Teilnehmenden Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Ort mitzugeben und die Basis für erste Schritte in Richtung Realisierung zu schaffen. 

Pressekontakt 

Mag.ª Lena Harml

Kommunikation | Klimavolksbegehren & Zukunftsallianz

+43 (0) 664 5367669

l.harml@klimavolksbegehren.at

 

Über die Zukunftsallianz

Die Zukunftsallianz wurde vom Klimavolksbegehren gegründet, um Klimaschutz zurück in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Im Zentrum steht der Dialog mit der Bevölkerung, Vertreterinnen und Vertretern aus Gemeinden, Organisationen, Religionsgemeinschaften und Unternehmen. Dafür hat die Zukunftsallianz eine Positiv-Vision entworfen, die in fünf Lebensbereichen zeigt, welche Vorteile eine aktive Gestaltung der Klimathemen bringt. Die Ergebnisse der Dialogformate wurden unter Einbeziehung eines wissenschaftlichen Beirats zu einem Zukunftsplan der Bevölkerung Ende 2024 zusammengetragen und der Politik vorgelegt. 2025 wird dieser Dialog mittels Workshops und einer Wanderausstellung in den Gemeinden fortgeführt.

Über das Klimabündnis Österreich
Das Klimabündnis ist das älteste und erfahrenste kommunale Klimaschutz-Netzwerk Europas und Österreichs und gleichzeitig eine globale Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas. Es verbindet mehr als 1.100 Gemeinden und Städte in Österreich mit indigenen Organisationen am Amazonas und schützt damit eine Regenwaldfläche 1,5-mal so groß wie Österreich.  Seit 1991 begleitet es Gemeinden und Städte mit vielen Angeboten und Dienstleistungen, um die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen und gleichzeitig Klima und Umwelt zu schützen. Mehr als 1.800 Klimabündnisbetriebe zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg eng mit nachhaltigem Engagement verbunden ist und die fast 1.000 Bildungseinrichtungen im Netzwerk bereiten Kinder und Jugendliche auf die notwendige Transformation vor.

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