Robert Böhm

Mit dem Wasser verschwinden Arbeitsplätze 

Die nächste bewegende Stimme des Projekts „Voices of Climate Change“ macht deutlich, dass die Folgen der Klimakrise schon jetzt drastisch sind. Surfschulbetreiber Robert Böhm erzählt in der aktuellen Kampagne des Klimavolksbegehren über den Rückgang des Wassers. 

(Wien, 08. Juni 2020

Robert Böhm lebt seit mehr als 20 Jahren im Burgenland und seit 10 Jahren betreibt er eine Wassersportschule mit SUP-Verleih (Stand Up Paddling-Verleih) in St. Andrä am Zicksee. Dieser liegt zwischen dem Neusiedler See und der ungarischen Grenze und wäre eigentlich perfekt für Wassersport-AnfängerInnen geeignet. In den letzten Jahren kommt es jedoch vermehrt zu Problemen. 
 
Wasserrückgang macht zu schaffen 
Der Zicksee war früher aufgrund des ruhigen Wassers und des begrenzten Gebiets sehr beliebt. Vor allem bei Familien mit Kindern war der Zicksee ein oft besuchtes Ausflugsziel. In den letzten Jahren ist jedoch ein rückläufiger Wasserstand zu verzeichnen – mit großen Auswirkungen auf die Surfschule von Robert Böhm. 

Seit Ende 2018 verschärft sich das Problem des Wasserstandes dramatisch. Für kurze Zeit ist der See sogar schon zur Gänze ausgetrocknet gewesen. An den tiefsten Stellen des Zicksees reicht das Wasser momentan gerade einmal bis zu den Knien. “Es ist bereits die zweite Saison, in der der niedrige Wasserstand den Wassersport-Unterricht und SUP-Verleih unmöglich macht. Unser Business ist im Grunde ausgetrocknet”, schildert Robert Böhm. 

Ausbleibende Niederschläge und steigende Temperaturen lassen sich nicht mehr wegdiskutieren. Die Resultate werden uns schon heute präsentiert. Mit der zu erwartenden weiteren Entwicklung werden Schicksale wie jenes von Robert Böhm und des Erholungsgebiets um den Zicksee bald kein seltenes Phänomen, sondern die Normalität sein. 
 
PolitkerInnen müssen jetzt handeln 
Der Surfschulbesitzer ist sich sicher, dass jeder seinen Beitrag zu einem klimafreundlichen Leben leisten kann. Um Veränderungen zu erzielen und Schicksale wie mein eigenes in Zukunft zu verhindern, unterstreicht Robert Böhm, muss jedoch von allen Seiten etwas kommen, vor allem PolitikerInnen müssten handeln. Aus diesem Grund ruft Robert Böhm zum Unterschreiben des Klimavolksbegehrens in der Eintragungswoche vom 22-29. Juni auf jedem Magistrat oder Gemeindeamt bzw. per Handysignatur auf.  

Information zur Kampagne: „Voices of Climate Change“ bringt Menschen vor die Kamera, die uns erzählen, wie sie die Auswirkungen der Klimakrise bereits in ihrem Leben spüren. Ganz gleich ob es Menschen aus der Land- und Forstwirtschaft sind, aus der Wissenschaft, aus den sogenannten systemrelevanten Berufen oder Eltern, Großeltern und Kinder. Jeder einzelne ist auf irgendeine Weise persönlich bereits von den Folgen der Klimakrise betroffen.